Vereinsgeschichte

1921-1945 Der Ursprung

Nach Kriegsende des ersten Weltkrieges mussten die Mitglieder der Einwohnerwehr Abschied von Ihrer damaligen Vereinigung nehmen.

Im Gründungsprotokoll des heutigen Vereins ist festgehalten, dass bereits 1921 von deren damaligen Angehörigen beschlossen wurde, bei der sich nächst bietenden Gelegenheit einen Schützenverein ins Leben zu rufen.

So wurde am Samstag, den 11. März 1922 vom Hüttenamtssekretär Ludwig Mattausch (Bild rechts) eine Versammlung zum Zweck der Gründung einer Schützengesellschaft einberufen. Hierzu wurden laut Protokoll eingeladen:  „sämtliche in Weiherhammer ansässigen Beamten und Angestellten, außerdem die Bahnbeamten, Lehrer, Förster und von den Arbeitern des Hüttenamtes des Hüttenwerkes all jene, welche seinerzeit Mitglieder der Einwohnerwehr Weiherhammer waren und als solche bewiesen hatten, dass sie treu und zuverlässig in ihrer Gesinnung hinter der Werksleitung gestanden hatten“.

Ludwig Mattausch führte in der Gründerzeit den Verein als 1. Schützenmeister. Er begann auch
1925 mit dem Ankauf der Grundfläche und dem Neubau eines Schießstandes samt Schießhütte.
Damit legte er den Grundstock für die vereinseigenen KK-Schießanlage im Trippacher Wald.

1926 wurde eine Konzession für den Wirtschaftsbetrieb erteilt. Dabei wurde bereits damals Wert darauf gelegt, dass (Zitat aus dem Protokoll) „die Gäste nur mit guten Bier und Wurstwaren zu bedienen“ waren.

Die anfängliche Begrenzung auf 50 Mitglieder musste ständig erhöht werden und wurde 1928 abgeschafft. Neben Kleinkaliber wurde dabei auch mit Zimmerstutzen geschossen. Die Schießanlage war ein beliebtes Ausflugsziel und die Veranstaltungen des Vereins fanden regen Zuspruch bei den Mitgliedern und bei der Bevölkerung.

1945-1977 Die schwierige Übergangszeit

Der zweite Weltkrieg brachte den Schießbetrieb zum Erliegen. Erst ein Schreiben des Amtsgerichts Weiden, welches an den zu diesem Zeitpunkt bereits verstorbenen Vorstand Ludwig Mattausch gerichtet war, hauchte dem Verein wieder Leben ein. Bei der durch Friedrich Witt einberufenen Versammlung wurde durch die Mitglieder einstimmig beschlossen, den Verein weiter bestehen zu lassen.

Da sich die Schießhütte in einem maroden Zustand befand und kein Geld für eine Renovierung vorhanden war, wurden die Schießtage mit Luftdruckgewehren vorerst in der Kegelbahn der Hüttenschänke abgehalten. Nach deren Abbruch fanden sich Schießgelegenheiten in der Gaststätte Schwirzer, in der TSG-Turnhalle und schließlich im Gasthaus „Zum Ritter“. Parallel dazu fand die Renovierung und der Wiederaufbau der Schießhütte im Trippacher Wald statt. Es mussten rund 2000 Arbeitsstunden erbracht werden, bis die Schießanlage wieder in einem verwendungsfähigen Zustand war.

Ein Jahr nach dem 50-jährigen Jubiläum verlor der Verein mit dem Abbruch des Gasthofs „Ritter“ letztlich die Möglichkeit, mit Luftgewehr zu schießen. Die Nachbarvereine aus Kaltenbrunn und Etzenricht überließen jedoch in kameradschaftlicher Weise ihre Schießstände, damit zumindest die Rundenwettkämpfe durchgeführt werden konnten.

1977-2016 Der Beginn der neuen Zeit

Glücklicherweise wurde dem Verein im Wege des Hallenbadbaus die Möglichkeit gegeben, im Untergeschoss des Hallenbades einen Luftgewehrstand einzurichten. So konnte die neue Heimat der Scheibenschützen schließlich Ende 1976 bezogen werden. Die sportliche Eröffnung fand beim Standeröffnungsschießen vom 25.04. bis 07.05.1977 statt. Nach umfassenden Um- und Anbauarbeiten an der Schießhütte verfügt die Schießanlage heute über insgesamt vier Kleinkaliberstände, wobei auf zwei Ständen auch mit Pistole geschossen werden kann.

Ab 2017 – SSG goes digital

Die Modernisierung des Luftdruckstandes unter dem Hallenbad wurde im April 2017 beendet. Hierbei wurden 6 von 8 Stände mit digitalen Messrahmen aus dem Hause DISAG ausgerüstet. Das Schussbild wird hierbei auf Tablets dargestellt. In diesem Zusammenhang wurde der Stand den aktuellen Schießstandrichtlinien angepasst, was mit einer Erneuerung der Beleuchtung, der Gewehrablagen, sowie der Prallschutzvorrichtungen einherging. Über einen Bildschirm im Gastraum können die Geschehnisse am Stand via Webcam und der Anzeige der aktuellen Schussbilder je Stand mitverfolgt werden. So hat sich die Scheibenschützengesellschaft Weiherhammer und Umgebung e.V. für die Zukunft gewappnet und den Sprung ins 21. Jahrhundert rechtzeitig geschafft.

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